Es gibt Städte die man mit einem bestimmten Geschmack verbindet. Marienbad gehört dazu. Wer einmal die Oblaten probiert hat, die frischen, warmen, runden Waffeln die überall in der Stadt verkauft werden, denkt beim nächsten Biss in eine Waffel automatisch an Marienbad.
Die Marienbader Kuroblate wird seit 1856 in Marienbad gebacken. Sie hat traditionell eine runde Form und schmeckt frisch und warm am besten.
Die Oblaten sind dünn, leicht und knirschen beim Beißen. Der Klassiker ist ohne Füllung, nur der leicht süßliche Waffelgeschmack. Es gibt sie aber auch gefüllt, mit Nougat, Schokolade, Vanille oder Haselnuss. In den Geschäften entlang der Hauptstraße und an der Kolonnade werden sie in Packungen verkauft, die man mit nach Hause nimmt. An manchen Ständen bekommt man sie frisch aus der Presse, noch warm, und das ist tatsächlich eine andere Kategorie.
Wir haben drei verschiedene Sorten gekauft. Eine Packung hat die Rückfahrt nach Dresden nicht überlebt. Das sagt alles. Die Oblaten sind ein Souvenir das keinen Platz im Koffer braucht, nicht schwer ist und das man tatsächlich aufessen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Mitbringseln. Sie passen gut zu Kaffee, funktionieren als Reiseproviant und sind auch für Kinder ein unkompliziertes Geschenk.
Wer Marienbad besucht, sollte die Oblaten warm probieren. Am Stand an der Kolonnade, frisch gepresst, einfach pur. Das ist kein großes Erlebnis, aber es ist eines von denen die man hinterher nicht vergisst. Manchmal sind die kleinen Dinge die richtigen.
