Anreise nach Marienbad, von Dresden und aus Deutschland

Blick ins Innere der gusseisernen Kolonnade Thomas Kees CC BY-SA 3.0

Marienbad liegt nah. Das vergessen viele die in Deutschland wohnen und Tschechien vor allem mit Prag verbinden. Dabei ist Marienbad von Dresden aus schneller zu erreichen als mancher deutsche Urlaubsort.

Von Dresden sind es rund 200 Kilometer, je nach Route etwa zwei Stunden mit dem Auto. Man fährt über die Autobahn in Richtung Nürnberg, nimmt die Ausfahrt Richtung Cheb und folgt ab dort den Schildern nach Mariánské Lázně. Die letzten Kilometer führen durch den Kaiserwald und sind landschaftlich schön.

Wer aus dem Westen kommt, aus Nürnberg, München oder Frankfurt, ist sogar noch schneller dort. Marienbad liegt nur wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze, direkt an der Verbindung zwischen Bayern und Westböhmen. Von Nürnberg sind es etwa anderthalb Stunden.

Auf dem Weg von Bayern über Eger nach Mariánské Lázně besteht auf der E48 zwischen der Anschlussstelle Cheb und dem Exit 162 keine Mautpflicht mehr. Das spart das Anhalten für die Vignette. Ab Exit 162 fährt man auf normalen Staatsstraßen in die Stadt.

Mit dem Zug ist Marienbad ebenfalls erreichbar. Von Dresden geht es über Nürnberg oder über Hof und Cheb, mit Umstieg. Die Fahrtzeit ist länger als mit dem Auto, aber bequem. Wer das Deutschlandticket hat, kommt bis zur deutschen Grenzstation günstig, danach braucht man ein tschechisches Ticket das man online kaufen kann.

In Marienbad selbst braucht man kein Auto. Das Zentrum ist kompakt und alles zu Fuß erreichbar. Kolonnaden, Kurpark, Quellen, Museen, Restaurants, alles liegt nah beieinander. Wer möchte, parkt am Rand der Innenstadt und läuft. Das ist der richtige Weg um die Stadt zu erleben.

Wir sind im Oktober direkt nach Marienbad gefahren, ohne weiteren Zwischenstopp. Für einen Tagesausflug von Dresden aus ist das problemlos machbar. Wer mehr Zeit hat, übernachtet und hat am nächsten Morgen die Stadt für sich, wenn die Tagesgäste noch nicht da sind.